Dulcinea im Hafen

Die Dulcinea war doch die eine die von Don Quijote angebetet wurde. In ihrem Namen, ihr zu Ehren, hat er seine ritterlichen Taten vollbracht obwohl er sie nie zu Gesicht bekommen hat (also zumindest war das im ersten Teil des Buches so, weiter bin ich noch nicht gekommen). Was so womöglich auch besser war oder schlicht und ergreifend der Kern der ganzen Sache, denn: Sie war ein Idealbild, die Königin seines Herzens, aus deren Vorstellung er die Kraft geschöpft hat seinen Weg zu beschreiten. Und das umso mehr aufgrund der zahlreichen harten Konfrontationen mit der Realität, die ihm ständig vor Augen führen wollten was für ein Dummkopf er doch war, doch die er offensichtlich bloß als Fallen erkannte die ihn von seinem Weg und seinem Idealbild abbringen wollten. Dass Dulcinea Idealbild war und der Realität nicht standgehalten hätte wusste er ja nicht und war auch nicht wichtig da er mit seinen Möglichkeiten ohnehin nicht im Stande gewesen wäre sich ihr zu nähern.

Was aber wenn er ihr begegnet wäre?

Erblinden und Erstarren soll der der seine eigene Göttin zu Gesicht bekommt und somit in den Verdacht kommt einen zweifelnden Gedanken zu hegen.

Meine Dulcinea, zunächst als „Halbakt“ gedacht und mit Bleistift auf Papier gebracht, hab ich also übermalt. Nur um sicher zu gehen.

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„Dulcinea im Hafen“ – 2015 Acryl auf Papier

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